Gedanken zu Filmzitaten

Nicht nur in „Matrix“ gab es großartige Zitate. Nachdem ich mich hier dazu schon ausführlicher ausgelassen habe, geht es heute um einen Film, den ich kürzlich sah: „The International“. Dort fielen drei Zitate, welche ich mir gleich notieren musste:

Die Wahrheit bedeutet Verantwortung. Genau deshalb fürchtet sie jeder.

In erster Linie liegt diese Verantwortung darin, dass du selbst mit der Wahrheit umgehen musst. Wenn du sie entdeckst, liegt es an dir, sie anzunehmen oder nicht. Wenn dir die Wahrheit unangenehm ist, wirst du wohl eher lieber die Lüge annehmen. Andererseits weißt du dann ja, dass es eine Lüge ist. Die Wahrheit kann aber manchmal schwieriger für dich selbst sein als die Lüge. Wenn dir z. B. immer gesagt wurde, die Erde sei eine Scheibe und du findest heraus, dass sie eine Kugel ist, kannst du fortan jedem sagen, wie es wirklich ist. Man wird dich dafür aber vielleicht lächerlich machen. Es könnte das Weltbild anderer verändern. Sie fürchten sich vor der Wahrheit oder vor dem, was passieren könnte, wenn sie auch die Wahrheit sagen. Für etwaige Konsequenzen wärest du dann verantwortlich, weil du sie ja erst auf die Wirklichkeit gebracht hast. Du musst also selbst entscheiden, ob du die Wahrheit verwendest oder lieber alles für dich behältst und die Lüge weiterträgst.

Meine Eltern z. B. haben mir immer erzählt, ich brauche eine vernünftige Berufsausbildung, um eine sichere Stelle zu erhalten. Also hab ich es genau so gemacht. Leider war ich nicht glücklich in meinem Beruf. Die Aufgaben haben mich schließlich gelangweilt. Ich bekam Burn-Out. Allmählich habe ich erkannt, dass ich so nicht leben möchte. Meine Wahrheit ist also, kein Job kann mich glücklich machen, wenn er mir keine Freude macht. Ich benötige aber auch keine Ausbildung, um andere Sachen zu machen. Ich kann einfach anfangen ein Buch zu schreiben und zu bloggen. Klar, davon leben kann ich nicht, aber das macht mir Freude.

Wenn man keinen Ausweg findet, sollte man tiefer rein gehen.

Hier haben wir eine parallele zum Kaninchenbau. Wenn du erstmal drin bist und nicht wieder heraus findest, musst du dich weiter unten umschauen. Vielleicht findest du schließlich doch den Ausweg – oder sogar eine Möglichkeit den Bau zu deinem Vorteil zu nutzen.

Nach langer Krankheit wegen Burn-Out schwanden so langsam meine Hoffnungen. Was sollte ich nur tun? In den Job zurück kehren, wollte ich nicht. Der hat mich ja letztendlich krank gemacht. Ich hatte aber auch keine Weiterbildung und kein Geld eine anzufangen. Außerdem wusste ich, ich würde sie wahrscheinlich nicht beenden. Ich interessiere mich einfach für zu viele Dinge, um mich festzulegen. Also musste ich tiefer eintauchen, um meinen Ausweg zu finden. Das heißt kündigen oder den Vertrag aufheben und schauen, was kommt…

Manchmal findet man sein Schicksal auf Wegen, auf denen man dachte ihm zu entgehen.

Ich glaube ja eher nicht so an Schicksal – genau wie an Zufall. Aber oft gibt es Situationen, welche mich zweifeln lassen. Für mich passt dann aber der Begriff „Synchronizität“ besser. Wir sind ja doch alle irgendwie verbunden. So etwas wie sogenannte Gedankenübertragung kann dann schon mal passieren. Ich denke an jemanden, und in dem Moment ruft er an. Oder ich habe gestern über ein Problem nachgedacht, und heute finde ich plötzlich unerwartet eine Lösung dafür. Zufall oder Schicksal? Es kann also auch sein, dass ich bewusst einen anderen Weg gehe, weil ich denke einem Problem aus dem Weg gehen zu können. Aber auch auf dem neuen Weg kann mich dieses oder ein anderes Problem ereilen. Probleme müssen aber nichts Schlechtes sein. Ich bin da eher lösungsorientiert. Das fördert auch meine Kreativität. Außerdem sollte man offen für Neues sein. Oft findet sich dann eine Lösung, die man gar nicht erwartet hätte. Es lohnt sich also, auch hin und wieder mal die Richtung zu wechseln.

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Erkenntnisse aus der Matrix

Was wir von diesem großartigen Meisterwerk lernen können

1999 erschien der beste Film, den ich bis dahin gesehen hatte: „Matrix“. Ich war sofort begeistert, musste unbedingt ein zweites Mal ins Kino gehen und habe mir später auch die Videokassette gekauft. Diese konsumierte ich mindestens 20 Mal. Nach den beiden Fortsetzungen, die ich mir bei Erscheinen des dritten Films als Marathon im Kino reinzog, stand dann auch bald die komplette Trilogie auf DVD, die Ergänzung „Animatrix“ sowie die PC-Spiele „Enter the Matrix“ und „Path of Neo“ in meinem Regal. Ich sah mir den ersten Teil wieder mindestens 10 Mal an, auch auf Englisch. Viele Zitate regten mich zum Nachdenken an und tun es immer noch. Was dabei so rauskam, gibt es hier zu lesen:

Folge dem weißen Kaninchen. – Trinity

Bis in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus… Dort findest du, was du suchst oder nie zu suchen gewagt hast… Dabei liegt dieser Kaninchenbau in dir selbst verborgen. Trau dich hinein und finde dich.

Du fühlst es schon dein ganzes Leben lang, dass mit der Welt etwas nicht stimmt. – Morpheus

Wir haben vielleicht alle schon mal dieses eigenartige Gefühl gehabt, dass wir hier fremd sind oder es anders ist, als es sein sollte. Leider hilft uns hier keine rote oder blaue Pille. Wir müssen uns auf dieses Gefühl einlassen und erkennen, was wirklich ist. Das Wirkliche ist jedoch nicht im Außen. Kein Medium kann uns die Wahrheit sagen. Wir basteln uns unsere eigene Wahrheit aus allen Informationen zusammen. Die Wirklichkeit liegt in uns selbst verborgen. Wir finden sie nur, wenn wir uns darauf einlassen. Unsere Erfahrungen helfen uns dabei Informationsgehalte so zu hinterfragen, dass wir die Wahrheit – unsere Wahrheit – erkennen können. Ob das dann wirklich die Realität ist, liegt im Auge des Betrachters. Jeder erlebt seine eigene Realität. Und keiner kann sagen, deine Realität sei falsch. Es ist deine; der andere hat seine.

Nicht denken. Wissen. – Morpheus

Glaube nicht an etwas, prüfe es und erlange Wissen. Doch wichtiger noch ist es, es zu tun. Taten zählen, nicht Worte. Wenn wir nicht handeln, haben alle Gedanken und Worte keinen Wert. Wir dürfen unsere innere Welt nach außen tragen.

Ich kann dir die Tür nur zeigen, durchgehen musst du selbst. – Morpheus

Geh deinen Weg, koste es, was es wolle. Sei ohne Angst dabei. Dir kann nichts passieren. Dabei ist Hilfe zur Selbsthilfe von Menschen höchst willkommen. Sie können dir Wege aufzeigen oder Ratschläge geben. Umsetzen musst du es jedoch stets selbst. Das nimmt dir niemand ab. Das ist auch nicht gewollt oder nötig. Sammle neue Erfahrungen, lebe sie. Du kannst gewinnen und verlieren, doch letztendlich gewinnst du. Verlieren kannst du nur, was du loslassen möchtest.

Erkenne dich selbst. – Sokrates

In diesem Erkennen liegt der Sinn deines Lebens.

Ich hasse diesen Planeten, diesen Zoo, dieses Gefängnis. – Agent Smith

Dein Gefängnis schaffst du dir selbst. Wir Menschen haben es uns selbst geschaffen. Wenn wir es erkennen, können wir es zu unserem Vorteil nutzen – und manchmal sogar, uns daraus befreien. Das erfordert Mut und Erkenntnis. Seine Programmierung zu verlassen, kann schmerzhaft sein. Darf es auch. Doch nur was schmerzt, zeigt dir, dass es nicht deine Wahrheit ist.

Warum bin ich hier. – Neo

Diese Frage kannst du dir nur selbst beantworten. Den Sinn des Lebens findest du in dir selbst. Kein Architekt oder Programmierer kann dir sagen, was dein Sinn ist. Jeder empfindet diesen anders. Finde deinen eigenen!

Entscheidung. Das Problem ist die Entscheidung. – Neo

Es geht immer darum, sich für oder gegen etwas zu entscheiden. Du kannst nicht beides schaffen. Jede Entscheidung fordert ein Opfer. Doch dieses Opfer muss nicht per se schlecht sein. Erst im Nachhinein wirst du wissen, wozu deine Entscheidung gut war. Deine Erfahrungen haben dich zu dem gemacht, der du jetzt bist.

Verleugnung ist die vorhersehbarste aller menschlichen Reaktionen. – der Architekt

Wir müssen hin und wieder etwas verleugnen. Sonst können wir nicht die wirklich wichtigen Dinge in der Welt – in unserer Welt – erkennen.

Hoffnung. Sie ist die wesentlichste menschliche Illusion, die beides ist: sowohl Quelle unserer größten Stärken als auch unserer größten Schwächen. – der Architekt

Auch unsere größte Schwäche ist in Wahrheit eine Stärke. Ohne Hoffnung würden sich viel mehr Menschen das Leben nehmen (nicht nur in dem Sinne, es zu beenden). Hoffnung kann eine Illusion sein. Aber was wären wir ohne sie? Diese „Illusion“ hilft uns morgen wieder aufzustehen. Oder wieder aufzustehen, nachdem wir hingefallen sind. Wenn wir wieder stehen, spüren wir unsere Stärke. Wir haben es wieder mal geschafft. Großartig! Weiter so! Zu fallen ist keine Schwäche, wie sie allgemein verstanden wird. Sie stärkt uns. Aus unseren vermeintlichen Schwächen können unsere größten Stärken erwachsen. Empathie z. B. wird oft als Schwäche gesehen. In Wahrheit ist es eine wunderbare Eigenschaft, die uns sehr stark macht, wenn wir gelernt haben, mit ihr umzugehen. Viele Menschen unterdrücken diese Empathie und damit ihre Gefühle. Doch unsere Gefühle machen uns zum Menschen, diesem fühlenden, manchmal auch schwachen Wesen. Niemand kann verlangen, dass wir immer und überall stark, also machtvoll sind. Der größte und machtvollste Manager sitzt irgendwann in seinem stillen Kämmerlein und heult. Das ist aber nicht schlimm. Fast jedem geht es hin und wieder so. Dann stehen wir wieder auf, gestärkt und gereinigt.

Liebe ≠ Furcht

Kürzlich las ich in einer Reportage über die Karibik diesen Spruch:

“The fear of the Lord is the beginning of knowing”

Das Fürchten Gottes ist der Anfang des Wissens?

Ich glaube nicht an Gott, nicht an DEN EINEN Gott. Ich bin Agnostiker. Die Natur, das Universum ist meine Göttin. Sie lebt in allem um uns herum. Geh in den Wald, und du spürst sie.

Und was hat Furcht mit Wissen zu tun? Und warum sollte man Gott fürchten?
Furcht ist ein FURCHTbares Gefühl. Da liegt kein Wissen drin. Wenn du Angst hast, weißt du gar nichts. Menschen, die an Gott GLAUBEN, haben auch kein Wissen darum, ob es ihn gibt. Und dass man ihn fürchten soll, ist eine der ältesten Annahmen der Welt. Diese resultierte aus Naturkatastrophen und Hungersnöten. Furcht ist nicht gut. Ist Gott also nicht gut? Streite dich mal darüber mit einem Gott-Gläubigen!

Ich habe keine Bibel oder ähnliches gelesen, weiß also nicht, ob dort steht, man solle Gott fürchten. Jedenfalls fürchte ich meine Göttin, die Natur, nicht. Sie ist, wie sie ist. Sie bietet uns alles. Wenn wir sie (zer)stören, wehrt sie sich. Das macht Angst und bringt Furcht mit sich. Dabei sind wir, die Menschheit, selbst Schuld.

Welches Wissen sollte also in der Furcht vor der Natur liegen? Okay, wir wissen dann, dass wir sie nicht hätten stören sollen. Aber von Natur aus, sollte es da keine Angst geben. Die Natur ist pure Liebe. Wir sollten ebenfalls pure Liebe sein, sie fühlen und uns liebevoll verhalten. Liebe und Furcht passen nicht zusammen. Sie gehören nicht zusammen. Sie können nicht auf der gleichen Ebene wirken. Dein Herz liebt, oder es fürchtet sich. All dein Wissen kann dir nur Anhaltspunkte geben. Es hat also keinen Sinn, Furcht und Wissen in Zusammenhang mit der Natur zu bringen. Sie ist unberechenbar! Das kann man fürchten, aber ebenso lieben. Und das ist das, was ich weiß.

Nichts ist mehr, wie es war

Nun ist sie da: Arya, die kleine Hundedame, 9 Wochen jung und hält mich auf Trab. Ich kann nichts mehr tun, ohne dass sie mir an den Fersen klebt. Sie braucht sehr viel Aufmerksamkeit, ist so verspielt und muss zum Ausruhen „gezwungen“ werden – typisch Terrier. Trotzdem muss ich der Terrine beibringen auch mal allein sein zu können. Ein schwieriges Unterfangen. Gerade schläft sie wieder auf meinem Schoß und ist sooo niedlich. Wir schaffen das! 😀

Wie du mutig deinen Weg gehst

Frag dich immer „Will ich das gerade?“

Wir tun so oft Dinge, die wir gar nicht wollen, nur um anderen einen Gefallen zu tun oder vor ihnen gut da zu stehen. Ganz ehrlich: Ist das nötig? Solltest du nicht lieber das tun, was du wirklich möchtest? Willst du nicht lieber tun, was dir Freude bereitet? Hilfst du damit noch anderen, umso besser! Aber frag dich immer: Will ich das wirklich? Fühle in dich hinein, und lass dein Herz diese Frage beantworten, nicht deinen Kopf. Denn der weiß nicht, was du wirklich willst. Das kann dir nur dein aktuelles Gefühl sagen. Du darfst auch nein sagen. Du musst es nicht allen recht machen.

Bereue nichts

Mit dem Bereuen ist das so eine Sache. Jeder macht mal Fehler. Wenn du jetzt über deine Vergangenheit und die dort gemachten Fehler nachdenkst, wirst du sicher vieles entdecken, was du lieber nicht getan hättest. Das ist ganz natürlich. Aber bedenke: Ohne diese Erfahrungen wärst du jetzt nicht da, wo du stehst. Alles hatte seinen Sinn. Wenn du also bereust, bringt dich das nicht voran. Außerdem wusstest du es damals eben nicht besser. Mit deinen jetzigen Erfahrungswerten weißt du es. Aber es ist nicht nötig dich dafür zu hassen, was du früher falsch gemacht hast, als du es nicht anders tun konntest.

Den Sinn des Lebens findest du nur in dir selbst

Ich fühlte mich immer unerklärlicherweise zu Höherem berufen. Nie hätte ich gedacht, dass ich das in mir selbst finden würde, weil es schon da war. Das Leben findet nicht im Außen statt, sondern in mir. In meinem Herzen ist alles, was ich über das Leben und den Sinn des Lebens wissen muss. Seit ich es entdeckt habe, ist alles so leicht. Vergangene Probleme sind unwichtig geworden. Sie haben sich aufgelöst. Die Vergangenheit liegt hinter mir, ich kann und will sie nicht ändern. Sie hat mir mein jetziges Leben bereitet und wertvolle Erfahrungen geschenkt. Ich brauche mir um die Zukunft keine Sorgen zu machen, weil sie noch nicht feststeht. Wenn ich also den Sinn des Lebens suche und dabei meinen falschen Glaubensätzen folge, kann ich ihn nicht finden. Es bedarf einer Transformation meines Selbst, um fündig zu werden. Ich muss mehr von dem tun, was mir Freude bereitet und meine Selbstliebe leben. Dann ergibt sich der Sinn des Lebens – meines Lebens – von selbst.

Der Vertrag mit dir selbst

Wenn du einen Vertrag mit dir selbst schließt, wirst du diesen – im Gegensatz zu vielen anderen Verträgen – nie kündigen. Es kann sein, dass du ihn mal vergisst. Aber sobald du ihn wieder liest, erinnerst du dich an das, was du wirklich willst. Schreibe hinein, was du wirklich wirklich wirklich möchtest, aus tiefstem Herzen. Notiere zum Beispiel, dass du ab sofort mehr von dem machst, was dir Freude bereitet. Halte fest, was du dir am meisten wünschst. Übrigens sind hier materielle Wünsche oder der Wunsch nach Weltfrieden eher kontraproduktiv, wenn du ahnen kannst, sie nicht erfüllen zu können. Schreibe auch hinein, dass du stets in Fülle lebst und immer für dich gesorgt ist. Und schreibe es genauso, in der Gegenwartsform. Geh davon aus, dass es zum aktuellen Zeitpunkt schon genauso ist.

Sei dankbar

Sei dankbar für alles, was du bisher erreicht hast. Das sind deine ganz persönlichen Erfolge, und mögen sie noch so klein sein. JEDER Erfolg ist wichtig. Ich bin für alles dankbar, was ist. Das kann mir keiner nehmen. Ignoriere Neider und freu dich für dich! Du darfst dir auch ruhig selbst mal auf die Schulter klopfen. Denn ganz ehrlich: Wer hat denn all das geschafft? Du! Vielleicht hattest du Hilfe. Schön – niemand schafft alleine immer alles. Doch letztendlich kannst du jetzt genießen, was du geschaffen hast. Es ist für dich, für dein Leben, für dein Sein.

Lieben fängt bei dir selbst an

Mein Credo in der partnerschaftlichen Liebe ist zweisam gemeinsam statt gemeinsam einsam. Wir sind Individuen. Und das sollten wir auch bleiben. Keiner sollte sich einem anderen zuliebe aufgeben. Lieben fängt immer bei uns selbst an. Wenn wir uns selbst nicht lieben können, wie sollen wir dann andere Wesen lieben? Das gilt gleichwohl für Menschen wie für Tiere und sicher auch Pflanzen (vielleicht auch für Gegenstände). Ich kann nur geben, was ich bereit bin zu fühlen. Und nur dann kann ich es auch empfangen. Denn wenn mir jemand – der es auch wirklich so empfindet – sagt, er liebe mich, kann ich das nur für die Wahrheit halten, wenn ich bereit dazu bin. Und das bin ich erst, wenn ich diese Liebe in mir selbst fühlen kann. Diese Worte kommen nicht an, wenn ich mich selbst nicht mag und ständig mit mir hadere.

„Erkenne dich selbst“ – Matrix

Dazu muss ich wissen, wer ich bin. Ich muss meinen Platz in der Welt gefunden haben, den Platz in meinem Herzen. Denn in meiner Welt ist immer das, was ich fühle. Fühle ich (Selbst-)Hass, ist die Welt schrecklich; ich hasse alles und jeden. Fühle ich Freude, freut sich die Welt mit mir. Ich strahle das aus. Fühle ich Liebe, kann ich mich vor lauter Gegenliebe kaum retten. 🙂 Und wenn ich das erstmal erfahren habe, kann ich auch daran glauben – nein, dann weiß ich es. Denn dann ist es die Wahrheit.

„Nicht glauben – wissen“ – Matrix

Dann ist es meine Wahrheit. Und nur diese zählt für mich. Andere können mir ja viel erzählen. Ja, auch ich kann hier viel erzählen. Das macht alles erst Sinn, wenn der geneigte Leser es ebenso empfinden kann. Und dann wird es auch zu seiner Wahrheit. Dann glaubt er nicht mehr nur daran, sondern weiß es.

„Liebe stellt keine Bedingungen“ – Stefan Hiene

Nun ist es in einer sogenannten Partnerschaft so, dass es leider oft nicht partnerschaftlich zugeht. Einer gibt z. B. mehr als der andere. Das kann in Ordnung sein, wenn beide sich damit wohl fühlen und sich darüber einig sind. Partnerschaft fängt für mich da an, wo beide wissen, wer sie sind und was sie wollen und den anderen sein lassen, wie er ist. Jeder kann, darf, ja muss er selbst sein und sein dürfen. Nicht falsch verstehen – gewisse Kompromisse kann und sollte man vielleicht eingehen. Aber niemals sollte ein Partner gegen seine Gefühle handeln. Da ist es auch egal, was der Kopf sagt. Unser Verstand gaukelt uns oft etwas vor, was wir dann für die Wahrheit halten. Genauso oft stellt sich im Nachhinein heraus, dass wir uns damit gar nicht wohl fühlen. Also höre ich lieber auf mein Herz, mein Bauchgefühl.

Ich habe viele Beziehungen – zu Freunden, Familie, Haustieren, Kollegen, Bekannten. Das alles sind Beziehungen – natürlich. Aber eine Beziehung, die zur echten Partnerschaft wird, kann nur dauerhaft sein, wenn wir uns selbst nicht verlieren. Sie sollte bedingungslos sein (lassen wir hier mal das Geschäftsleben außen vor 😉 ). Bedingungen sind auch Erwartungen. Kann sein, dass ich erwarte, der Hund macht sitz, wenn ich es im sage. Oder Eltern erwarten von ihren Kindern gute schulische Leistungen. Die Erwartung sollte lieber ein Wunsch sein. Ich kann mir wünschen, dass sich der Hund hinsetzt. Wenn ich dazu ein klares Bild im Kopf habe und ich die richtige Energie aussende, wird er es tun. Eltern können sich wünschen, dass ihre Kinder gute Noten erhalten. Ist der Wunsch aufrichtig, kann er in Erfüllung gehen.

In einer Partnerschaft sollte ich auch immer dem anderen seinen Freiraum lassen. Lasse ich ihm den nicht, kann er nicht er selbst sein. Er soll und muss sein dürfen. Ich darf nicht über sein Leben bestimmen wollen. Auch das gilt für jede Art von Partnerschaft oder Beziehung. Ich kann nur bedingungslos lieben, wenn ich angenommen werde und bedingungslos sein darf. Stelle ich Bedingungen, gibt es offensichtlich noch etwas, was ich mit mir selbst nicht gelöst habe. Will ich den Partner gar ändern, hat das nichts mehr mit Liebe oder Partnerschaft zu tun. Dann will ich in Wahrheit etwas an mir selbst ändern. Und sei es nur meine Einstellung zu mir selbst. Habe ich z. B. ein Problem mit dem Aussehen meines Partners, habe ich wohl tatsächlich ein Problem mit meinem eigenen Aussehen. Warum habe ich ihn mir denn „ausgesucht“?

Das Aussuchen ist auch so ein Thema: Warum suchen wir ständig nach Liebe durch andere? Weil wir uns selbst nicht lieben und Bestätigung durch andere wollen. Aber so funktioniert das nicht. Wenn ich ganz bei mir bin, kommt die Liebe von selbst. Dann werde ich gefunden. 🙂 Völlig unbeabsichtigt, aus heiterem Himmel quasi. Ich werde gesehen. Und nein, das ist weder Zufall noch Schicksal. Wir strahlen aus, was wir fühlen. Meine Selbstliebe lässt mich keinen Partner suchen. Natürlich wollen wir Geborgenheit und haben gern mal jemanden, mit dem wir gewisse Dinge teilen können. Aber dazu muss ich nicht mal einen Sexualpartner haben. Sowas geht auch in innigen Freundschaften. Und die bilden sich ebenso ohne Suche. Man findet sich einfach. Die krampfhafte Suche ist also eher kontraproduktiv.

Wenn ich mich selbst annehme, selbst liebe, einfach bin und andere sein lasse, erkennen sie mich. Dann steht der Liebe nichts im Weg – der Selbstliebe und schließlich der Liebe zu anderen und durch andere.

Freilauf für deine Intuition

Meine Intuition ist mir wichtig. Sie weist mir immer den richtigen Weg. Selbst wenn ich an einer scheinbar falschen Stelle bin, bin ich doch richtig. Sie rettet mich aus Gefahrensituationen und führt mich in Momente voller Freude. Würde ich ihr nicht folgen, wäre ich nicht ich selbst.

Wie kannst du also deine Intuition entdecken und ihr folgen? Sei du selbst und ganz bei dir. Fühle in dich hinein; spüre, was dein Herz dir sagt. Nimm Gedanken an und fühle, was sie in dir auslösen. Welche Vorstellungen lösen Freude in dir aus? Welche nicht? Folge der Freude und damit diesen Vorstellungen und Gedanken. Begib dich an Orte und in Situationen, wo du deine Freude fühlen kannst. Dort kannst du du selbst sein und dein Selbst genießen. Lade deine Ängste und Zweifel ein und höre ihnen zu. Geh auf sie ein; sie sind wertvoll. Sie wollen dich schützen. Erkenne das, und du wirst einen positiven Bezug zu ihnen finden. Begib dich bewusst in Situationen, welche du sonst lieber meidest. Sei mutig. Deine Intuition wird dir automatisch den richtigen Weg weisen. Du kannst aus Situationen wieder hinausgehen oder vorher schnell abbiegen, wenn du dich nicht wohl fühlst. Oder du bleibst, wenn es dann doch nicht so schlimm ist, wie du dachtest.

Von dem Moment an, als ich dies tat, sah ich, dass es funktioniert. Ich erwachte, verließ öfter meine Komfortzone und wusste, dass es die Wahrheit ist. Es wird immer Situationen geben, die ich nicht umgehen kann (z. B. Termine bei Behörden). Aber meist male ich sie mir schlimmer aus, als sie tatsächlich sind. Ich habe es schließlich immer mit Menschen zu tun. Menschen sind empfänglich für freundliche Worte oder auch nur ein Lächeln. Klar, gibt es auch welche, die scheinbar undurchdringlich sind. Aber die haben ein Problem (oder auch mehrere) mit sich selbst. Davon muss ich mich nicht runterziehen lassen. Ich komme dann wieder zu mir und folge meinem Herzen. Ich bin ja richtig so, wie ich bin.

Und hey, wenn ich das schaffe, schaffst du das auch! 🙂