Gedanken zu Filmzitaten

Nicht nur in „Matrix“ gab es großartige Zitate. Nachdem ich mich hier dazu schon ausführlicher ausgelassen habe, geht es heute um einen Film, den ich kürzlich sah: „The International“. Dort fielen drei Zitate, welche ich mir gleich notieren musste:

Die Wahrheit bedeutet Verantwortung. Genau deshalb fürchtet sie jeder.

In erster Linie liegt diese Verantwortung darin, dass du selbst mit der Wahrheit umgehen musst. Wenn du sie entdeckst, liegt es an dir, sie anzunehmen oder nicht. Wenn dir die Wahrheit unangenehm ist, wirst du wohl eher lieber die Lüge annehmen. Andererseits weißt du dann ja, dass es eine Lüge ist. Die Wahrheit kann aber manchmal schwieriger für dich selbst sein als die Lüge. Wenn dir z. B. immer gesagt wurde, die Erde sei eine Scheibe und du findest heraus, dass sie eine Kugel ist, kannst du fortan jedem sagen, wie es wirklich ist. Man wird dich dafür aber vielleicht lächerlich machen. Es könnte das Weltbild anderer verändern. Sie fürchten sich vor der Wahrheit oder vor dem, was passieren könnte, wenn sie auch die Wahrheit sagen. Für etwaige Konsequenzen wärest du dann verantwortlich, weil du sie ja erst auf die Wirklichkeit gebracht hast. Du musst also selbst entscheiden, ob du die Wahrheit verwendest oder lieber alles für dich behältst und die Lüge weiterträgst.

Meine Eltern z. B. haben mir immer erzählt, ich brauche eine vernünftige Berufsausbildung, um eine sichere Stelle zu erhalten. Also hab ich es genau so gemacht. Leider war ich nicht glücklich in meinem Beruf. Die Aufgaben haben mich schließlich gelangweilt. Ich bekam Burn-Out. Allmählich habe ich erkannt, dass ich so nicht leben möchte. Meine Wahrheit ist also, kein Job kann mich glücklich machen, wenn er mir keine Freude macht. Ich benötige aber auch keine Ausbildung, um andere Sachen zu machen. Ich kann einfach anfangen ein Buch zu schreiben und zu bloggen. Klar, davon leben kann ich nicht, aber das macht mir Freude.

Wenn man keinen Ausweg findet, sollte man tiefer rein gehen.

Hier haben wir eine parallele zum Kaninchenbau. Wenn du erstmal drin bist und nicht wieder heraus findest, musst du dich weiter unten umschauen. Vielleicht findest du schließlich doch den Ausweg – oder sogar eine Möglichkeit den Bau zu deinem Vorteil zu nutzen.

Nach langer Krankheit wegen Burn-Out schwanden so langsam meine Hoffnungen. Was sollte ich nur tun? In den Job zurück kehren, wollte ich nicht. Der hat mich ja letztendlich krank gemacht. Ich hatte aber auch keine Weiterbildung und kein Geld eine anzufangen. Außerdem wusste ich, ich würde sie wahrscheinlich nicht beenden. Ich interessiere mich einfach für zu viele Dinge, um mich festzulegen. Also musste ich tiefer eintauchen, um meinen Ausweg zu finden. Das heißt kündigen oder den Vertrag aufheben und schauen, was kommt…

Manchmal findet man sein Schicksal auf Wegen, auf denen man dachte ihm zu entgehen.

Ich glaube ja eher nicht so an Schicksal – genau wie an Zufall. Aber oft gibt es Situationen, welche mich zweifeln lassen. Für mich passt dann aber der Begriff „Synchronizität“ besser. Wir sind ja doch alle irgendwie verbunden. So etwas wie sogenannte Gedankenübertragung kann dann schon mal passieren. Ich denke an jemanden, und in dem Moment ruft er an. Oder ich habe gestern über ein Problem nachgedacht, und heute finde ich plötzlich unerwartet eine Lösung dafür. Zufall oder Schicksal? Es kann also auch sein, dass ich bewusst einen anderen Weg gehe, weil ich denke einem Problem aus dem Weg gehen zu können. Aber auch auf dem neuen Weg kann mich dieses oder ein anderes Problem ereilen. Probleme müssen aber nichts Schlechtes sein. Ich bin da eher lösungsorientiert. Das fördert auch meine Kreativität. Außerdem sollte man offen für Neues sein. Oft findet sich dann eine Lösung, die man gar nicht erwartet hätte. Es lohnt sich also, auch hin und wieder mal die Richtung zu wechseln.

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