Mindshit :-)

Auswahl 1999 bis 2004:

Wir haben dich verdammt
wurdest von uns verbannt
dich verabscheut jedes Wesen
doch dein beschränkter Geist begreift nicht

Kein Mitleid kann ich haben
kein Mitgefühl in meiner Seele
kein Funken Liebe
hasse dich wie all jene

Doch dich stört das nicht
du liebst nur dich
nichts ist dir heilig
zerstörst eines jeden Werk

Heute finden wir uns zusammen
und nehmen dich gefangen
sperren dich in eine kleine Zelle
du schreist

Nichts hilft es dir
kannst nicht entfliehen
wir haben nun die Macht alles zu tun
Verzweiflung breitet sich in dir aus

Dein Blut zu Boden fließt
brichst zusammen
das letzte Zittern deines Körpers
dann ist ausgelöscht dein unbedeutend Leben

Erlöst bist du nun
glaubst dir kann nichts mehr geschehen
doch viel Unerledigtes lässt du zurück
drum umgibt dich Unzufriedenheit in alle Ewigkeit.

 

Kein Wort, kein Satz, NICHTS.
Mein Kopf ist leer,
leer wie das Vakuum, in dem ich existiere.

Die Welt, wie sie es nennen,
in der so viel Kummer und Schmerz ist,
dass ich kaum noch atmen kann.

Öffne für mich das Fenster,
durch das die frische Luft der Liebe und des Glücks hereinströmen,
um mich zu nähren, um mich wieder atmen lassen zu können.

Ich will vergessen, was um mich ist,
will wissen, was in Dir ist,
will sein, wie ich bin und nicht, wie ich sein soll.

Ich will erkennen, was da noch ist,
zwischen Himmel und Erde,
zwischen Dir und mir,
zwischen allen Wesen der Welt.

Doch vielleicht ist es so, dass es nichts mehr gibt.
NICHTS, so wie in meinem Kopf.

 

Am Leben erstickt.
Den Tod herbei gesehnt.
Vom Dasein SATT.

Am Abgrund gestanden.
Gedanken verschwendet.
Menschen VERGESSEN.

Im Rausch vergangen.
Gefühl gegeben.
Träume UNAUSGELEBT.

Wesen geliebt.
Unwürdige gehasst.
Im Regen GETANZT.

Liebe gefühlt.
Trauer gehalten.
Mein Leben GELEBT.

Am Ende angelangt.
Dem Tod so nah.
Allein GESTORBEN.

Im Glück vergangen.
Die Nacht genossen.
DICH vermisst.

 

Nacht umgibt mich
das Licht - entflohen
schaurige Kälte umhüllt meine Seele
mein Herz - ein Stein

Dunkelheit will nicht entflieh’n
will das Licht verborgen lassen
Wärme fehlt mir sehr
fühl’ mich unendlich allein

Tausend böse Augen starren mich an
machen mich nervös
machen mir Angst
ein Aufschrei entrinnt meiner Kehle

Eine Erscheinung – sie kommt auf mich zu
was ist sie?
bedrohlich nah schon
ich will flieh’n, doch kann es nicht

Sie greift nach mir
und hält mich fest
ich schreie
doch plötzlich erfüllt Wärme meine Seele

Licht breitet sich aus
erleuchtet den Himmel
blendend, gleißend hell
ein warmes Gefühl durchflutet mich
Ich bin endlich daheim.

 

Dunkelheit umgibt mich
Der Mantel der Nacht hat mich umhüllt

Friedliche Ruhe ist nur zu hören
Kein Geräusch eines Lebenden

Die Unsterblichkeit ruft mich und empfängt mein Fleh’n
Der Flucht aus dem Leben dient nicht mehr länger nur der Tod

Mach mich zu dem was unsterblich ist
Schenk mir die Gabe der Finsternis

Ich will dich begleiten durch neue Jahre
Und mit dir teilen, was dich quält

Gemeinsam überdauern wir die Ewigkeit
Und nicht mehr länger diene ich der Zeit

 

Ein Meer aus Kerzen
schenkt ich dir
gab Liebe, Glaube, Hoffnung dir
VERGESSEN

Dein Blut in Wallung
kochend, DÜRSTEND, besinnungslos
Wilde Gedanken, kreisend
VERGESSEN

In deinem Grab, da liegst du
angstvoll, schmerzerfüllt
erloschen dein Leben, der seidene Faden
GERISSEN

vergessen die Zeit, die Wunden heilt
vergessen ALLES
alles um uns
VERGESSEN

Tod umgibt dich
allein, ruhig, dunkel
erlangst das ewige Leben nun
DOCH

kommst du wieder oder
verlässt du alles, was du gekannt
für immer oder nur bis
MORGEN

 

Wundervolles Geschöpf der Nacht
Hol mich zu Dir
Schenk mir Deine Gabe
Mach mich zu dem was Du bist

Ich könnte wandeln durch die Nacht
Ohne Furcht
Wer auch immer dort draußen ist
Könnte mir nichts anhaben

Böse Menschen im Dunkel der Nacht
Euer Blut wird mir am besten schmecken
Niemand wird euch vermissen
Abschaum der Menschheit

Schenkst mir ewige Jugend und Schönheit
Ich lege ab die Eigenarten des menschlichen Seins
Der Gestank des Lebens wird mich nie mehr ereilen
Komm zu mir mein dunkler Engel

 

Bittersüßer Schmerz des Lebens
Frisst an meiner Seele
Melancholie ist der Rhythmus meines Herzens
Verzweiflung der Takt, in dem die Zeit verinnt
Bäche aus Einsamkeit drohen mich zu ertränken

Meine Gedanken kreisen nur um dich
Wie kann ich dich lieben, wenn du mich doch so wenig verstehst
Jahre hörten wir die selbe Musik des Glücks
Soll nun alles vergessen sein?
Warum kannst du nicht sein wie ich
Bevorzugst eine andere Straße für deine Reise des Lebens

Ein See voller Unwissenheit tut sich vor mir auf
Und ich habe das Gefühl nicht schwimmen zu können
Ich stehe an einer Kreuzung
Der eine Weg führt zu dir
Der andere zum Leben, dass ich immer gewünscht
Wie soll ich entscheiden?

Ohne deine Unterstützung bin ich machtlos
Doch wenn du bei mir bist, unterstützt du mich nicht
Befreiung scheint mir nun als Anker
Der mir zu Rettung hingehalten
Doch bedeutet dies dich zu verlassen
Und das wirst du nie versteh’n!

Kindheit

Von Kind an hörst du
Tu das nicht!

Ein jedes Experiment

Bleibt dir verwehrt.

Du könntest Schaden nehmen
Drum hör auf die Großen.

Wenn du selbst Groß bist
Tust und lässt du, was du willst.

Niemand sagt mehr
Tu das nicht!

Dein Experiment gelingt

Oder nicht.

Nun bist du es
Der verbietet.

Doch bedenke
Auch du warst Kind!

Oktober 2002

fremdbestimmt – selbstbestimmt

Von allen verlassen
Vom Leben gehasst
Selbstbestimmung zählt nicht
Dein Tun wird kontrolliert
Nicht Du darfst entscheiden
Was Du tust oder lässt
Mitmenschen schreiben es vor
Sie wollen „Dein Bestes“
Sehen nicht ein
ES SCHMERZT!

Nicht Ihr sollt wissen, was ich will
Nicht glauben, Ihr seiet die Wohltäter
Ich allein mein Leben beherrsche
Mein Körper, meine Seele, meine Sein
Ich bin, drum geht und
Lasst mich allein
Mit meinen Entscheidungen und
MEINEM Willen.
 

August 2001

100 Augen

Ihr starrt mich an als wär ich kein Mensch
Hundert Augen jeden Tag
Wer gibt euch das Recht dazu?

Will nicht euch gefallen
Seht weg und lasst mir meine Ruh

Es geht euch nicht an, was ich trage
Überhört wie ich rede!
Vergesst mein Gesicht!
Mein Tun und Lassen ist nicht für euch

Ich verbiete euch mich anzusehen
Ihr habt kein Recht dazu

Seht in den Spiegel und lacht über euch
Ich hasse euch, ihr Hundert Augen

Mein Gesicht ist für mich
Also lasst es mir und starrt es nicht an

Es macht mir Angst
Es macht mich wütend.
Oktober 2002